Film „Heidelberg im Nationalsozialismus“ am 30. Oktober

1. September 2019

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe im Herbst zeigen wir am 30. Oktober 2019 den Film „Heidelberg im Nationalsozialismus – Verfolgung und Widerstand“ (1993) in der Volkshochschule Heidelberg (Bergheimer Str. 76, HD-Bergheim); Beginn ist um 20 Uhr.

Heidelberg war eine ausgesprochen braune Stadt. Schon bei der Kommunalwahl Ende 1930 bekam die NSDAP mit 35,7 Prozent die meisten Stimmen. Bei der Asta-Wahl der Universität im Sommersemester 1930 erreichte der rechtsradikale Block sogar die absolute Mehrheit. Ab dem 30. Januar 1933 setzte der brutale NS-Terror gegen alle ein, die nicht ins Weltbild der Nazis passten, doch es gab auch Menschen, die den Mut besaßen, sich dem Faschismus zu widersetzen.

Der Film von VVN-BdA und Mediengruppe Schrägspur zeichnet die Geschichte von Verfolgung und Widerstand während der Zeit des NS-Regimes aus der Sicht von Betroffenen aus der Region nach. Als ZeitzeugInnen wirken u. a. frühere Vorstandsmitglieder der VVN-BdA Heidelberg mit.

Vortrag „Die Gestapo hat meine Großmutter verhaftet“ am 15. Oktober

30. August 2019

Am 15. Oktober organisieren wir in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma eine Veranstaltung zur Mannheimer Vorbote-Gruppe mit der Zeitzeugin Karla Spagerer. Beginn ist um 19.30 Uhr im Dokumentationszentrum (Bremeneckgasse 2 in der Altstadt).

Die wohl bekannteste antifaschistische Widerstandsorganisation der Rhein-Neckar-Region war die Vorbote-Gruppe um den ehemaligen KPD-Abgeordneten Georg Lechleiter, benannt nach der illegalen Zeitung „Der Vorbote“, die sie ab Herbst 1941 herausbrachte. Neben dieser Aufklärungsarbeit widmeten sich die Mitglieder verschiedenen weiteren Aktivitäten gegen die Nazis, unter anderem Spendensammlungen für die politischen Gefangenen im Rahmen der Roten Hilfe.

Die Zeitzeugin Karla Spagerer stammt aus einer antifaschistischen Familie und erlebte schon als Kind die Verfolgung ihrer Verwandten durch die Nazis, bevor sie sich als Jugendliche selbst im Umfeld der Vorbote-Gruppe engagierte. Nach einer kurzen Einführung zum Widerstand in Mannheim und zur Vorbote-Gruppe berichtet sie vom NS-Terror und von den mutigen Aktionen der NazigegnerInnen, die sie selbst miterlebt hat.

Antifa-Stadtrundgang „Heidelberg im Nationalsozialismus“ am 6. Oktober

29. August 2019

Am 6. Oktober 2019 organisieren wir erneut den Antifaschistischen Stadtrundgang „Heidelberg im Nationalsozialismus – Verfolgung und Widerstand“ in Zusammenarbeit mit der AIHD/iL. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr an der Ecke Hauptstraße/Theaterstraße. Auf unserem Weg durch die Heidelberger Altstadt wird an verschiedenen historischen Orten an TäterInnen und Opfer erinnert, aber auch an Menschen, die es gewagt haben, Widerstand zu leisten.

Außerdem zeigen wir am 30. Oktober 2019 in der Volkshochschule den Film „Heidelberg im Nationalsozialismus“, in dem viele ZeitzeugInnen zu Wort kommen.

Antifa-Stadtrundgang „Walldorf im Nationalsozialismus“ am 27. September

29. August 2019

Am 27. September 2019 wiederholen wir den Stadtrundgang „Walldorf im Nationalsozialismus – Gleichschaltung, Verfolgung, Widerstand“ in Zusammenarbeit mit dem Museum im Astorhaus Walldorf. Beginn ist um 18.00 Uhr an der Scheune Hillesheim, Johann-Jakob-Astor-Straße 1 (neben der Evangelischen Stadtkirche).

Der rund zweistündige Rundgang durch die Walldorfer Stadtmitte begibt sich in die Zeit nach 1933, kurz nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten. Wie organisierten die Nazis in einer kleinen, ländlich geprägten Stadt die Gleichschaltung des Alltags? Wie erfolgten Verfolgung und Ausschaltung politischer Gegner? Wie sorgten die örtlichen NSDAP-Funktionäre für ihren Machterhalt? Wie gestaltete sich der Widerstand gegen das NS-Regime? Diese Fragen wird der Referent Andy Herrmann an lokalen Beispielen beantworten.

Lechleiter-Gedenken in Mannheim am 15. September 2019

28. August 2019

Wie jedes Jahr führt die VVN-BdA Mannheim am 15. September eine Gedenkveranstaltung für die von den Nazis ermordeten WiderstandskämpferInnen der Gruppe um Georg Lechleiter durch. Diese antifaschistische Organisation aus Mannheim und Heidelberg wurde hauptsächlich bekannt durch die Herausgabe der kommunistischen Zeitung „Der Vorbote“, die ab Herbst 1941 erschien. Anfang 1942 wurde die Gruppe verraten und Dutzende NazigegnerInnen verhaftet. Drei Mitglieder wurden bereits in den brutalen Verhören von der Gestapo ermordet, neunzehn wurden zum Tode verurteilt. Das Datum der jährlichen Gedenkveranstaltung ist der Jahrestag der Hinrichtung von vierzehn der mutigen Männer und Frauen, darunter Georg Lechleiter, die am 15. September 1942 in Stuttgart mit dem Fallbeil ermordet wurden.

Das Lechleiter-Gedenken am Mahnmal auf dem Georg-Lechleiter-Platz (Schwetzinger Straße) findet in diesem Jahr bereits um 11 Uhr statt. Nach der Begrüßung durch Klaus Dollmann vom Vorstand der VVN-BdA Mannheim folgen ein Redebeitrag von Thomas Löffler (Industriepfarrer i.R.) sowie Grußworte des DGB-Kreisvorstands und des Offenen Antifa-Treffens Mannheim.

 

Antikriegskundgebung am 1. September

19. August 2019

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Am 1. September 1939 löste das NS-Regime mit dem Überfall deutscher Truppen auf Polen den Zweiten Weltkrieg aus. Zum 80. Jahrestag finden in Heidelberg gleich zwei Kundgebungen statt: neben der alljährlichen Veranstaltung des DGB Heidelberg und weiterer fortschrittlicher Organisationen, die dieses Jahr bereits am 31. August ab 12 Uhr am Anatomiegarten in der Hauptstraße abgehalten wird, ruft das Heidelberger Bündnis gegen Rechts zu einer weiteren Antikriegsaktion direkt am 1. September auf. Gemeinsam mit verschiedenen Parteien und ihren Jugendorganisationen, antifaschistischen und antirassistischen Gruppierungen werden wir an diesem Tag ab 17 Uhr eine Kundgebung abhalten (ebenfalls am Anatomegarten).

Mit dem folgenden Text rufen wir als Teil des Heidelberger Bündnis gegen Rechts dazu auf, an diesem Tag ein klares Zeichen gegen Krieg und Faschismus zu setzen:

 

1. September 1939 und 2019: Hinterher wussten sie von nichts!
Nationalismus raus aus den Köpfen – und nicht in die Parlamente!

Der 1. September 2019 ist ein Datum, dem wir mit größter Besorgnis begegnen. An diesem Tag vor genau 80 Jahren überfiel Nazi-Deutschland Polen. Daraus wurde ein beispielloser Vernichtungskrieg, der Zweite Weltkrieg.

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Redebeitrag der VVN-BdA auf der Kundgebung gegen rechten Terror am 28. Juni 2019

2. Juli 2019

Nach dem brutalen Mord eines Nazis an dem CDU-Politiker Walter Lübcke fand am 28. Juni 2019 eine Kundgebung gegen rechten Terror in Heidelberg statt, an der sich ein breites Spektrum politischer Parteien und linker Organisatoren beteiligte. Wir als VVN-BdA Heidelberg nahmen ebenfalls an dem Protest teil, der von der AIHD/iL organisiert worden war, und hielten dort den folgenden Redebeitrag:

 

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten begrüßt es sehr, dass heute in Heidelberg eine Kundgebung gegen die Ausweitung des rechten Terrors in Deutschland stattfindet. Bemerkenswert finden wir das Schweigen der CDU.

Kann es einer Partei wirklich so egal sein, wenn eines ihrer Mitglieder nach jahrelangen Morddrohungen von Nazis kaltblütig erschossen wird?

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Stadtrundgang „Heidelberg im Nationalsozialismus“ am 30. Juni 2019

17. Juni 2019

Aufgrund der hohen Nachfrage führen wir am 30. Juni 2019 erneut den Antifaschistischen Stadtrundgang „Heidelberg im Nationalsozialismus – Verfolgung und Widerstand“ durch. Beginnend um 14.00 Uhr am Theaterplatz (Ecke Hauptstraße/Theaterstraße) führt unser Weg durch die Heidelberger Altstadt. An verschiedenen historischen Orten wird an TäterInnen und Opfer erinnert, aber auch an Menschen, die es gewagt haben, Widerstand zu leisten.

Der Rundgang, den wir gemeinsam mit der AIHD/iL veranstalten, findet im Rahmen des „festival contre le racisme“ statt.

Demonstration „Stopp Air Base Ramstein!“ am 29. Juni

17. Juni 2019

Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen: Vom 23. bis 30. Juni 2019 findet die Aktionswoche „Stopp Air Base Ramstein! Keinen Drohnenkrieg!“ mit Friedenscamp statt, die ein vielfältiges Programm bietet. Höhepunkt ist die Demonstration am 29. Juni 2019, die um 13 Uhr am Prometheusplatz in Ramstein-Miesenbach startet und am Nachmittag mit einem Musikfestival direkt vor der Air Base endet.

Von Heidelberg aus organisiert das Antikriegsforum eine gemeinsame Zuganreise zu Demonstration. Treffpunkt am 29. Juni ist um 9.45 Uhr im Hauptbahnhof Heidelberg (Abfahrt 10.03 Uhr).

Das gesamte Programm der Aktionswoche und weitere Informationen rund um die Demonstration sind auf der Kampagnenhomepage https://www.ramstein-kampagne.eu/ veröffentlicht, der Aufruf ist unter https://www.ramstein-kampagne.eu/aufruf/ zu finden.

Vortrag „Militarisierung der Polizei“ am 12.6. mit Martin Kirsch (IMI)

30. Mai 2019

Die drohende Verschärfung des baden-württembergischen Polizeigesetzes bleibt weiter Thema: Am 12. Juni 2019 widmet sich Martin Kirsch von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) der Aufrüstung des Polizeiapparats. Unter dem Titel „Militarisierung der Polizei. Autoritäre Verschiebung durch Aufrüstung und Gesetzesverschärfungen“ referiert er um 19.30 Uhr im Emil-Julius-Gumbel-Raum im Karlstorbahnhof (Am Karlstor 1, HD-Altstadt). Den Vortrag veranstalten wir gemeinsam mit der AIHD/iL, der Roten Hilfe HD/MA und dem SDS Heidelberg.

Seit 2001 befindet sich die Bundeswehr in dem von der US-Regierung ausgerufenen „Krieg gegen den Terror“ in Afghanistan. Auf die Einsatzbedingungen einer solchen Aufstandsbekämpfungsmission haben Armee und Rüstungsindustrie sich in den letzten knapp 20 Jahren eingestellt. Seit den Terroranschlägen in Paris 2015 ist zu beobachten, dass die für Auslandseinsätze entwickelten Waffen, Techniken und Taktiken Einzug in den deutschen Polizeibehörden erhalten. Dafür wurden in den Landtagen millionenschwere „Anti-Terror-Pakete“ geschnürt.

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