FÄLLT AUS – Vortrag „Rechtsterrorismus in Hessen“ am 18. März 2020

13. Februar 2020

Leider sehen wir uns gezwungen, alle Veranstaltungen im März abzusagen und zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Wir geben dann frühzeitig die neuen Termine bekannt.
Einem sehr aktuellen Thema widmet sich der Vortrag am Mittwoch, 18. März 2020: Unter dem Titel „Rechtsterrorismus in Hessen. Extreme Rechte jenseits des NSU“ gibt der Politikwissenschaftler Sascha Schmidt einen Überblick über Vergangenheit und Gegenwart militanter Nazi-Netzwerke in Hessen. Die Veranstaltung beginnt um 20.00 Uhr in den Räumen der IG Metall (Friedrich-Ebert-Anlage 24, Heidelberg).

Hessen gilt offiziell seit Jahren als relativ ruhiges Bundesland hinsichtlich rechter Aktivitäten. Der Mord an Halit Yozgat in Kassel 2006 und die Kontakte des NSU zum Rechtsterroristen Manfred Roeder haben das scheinbar beschauliche Hessen schon 2011 ins NSU-Licht gerückt. Die Nazi-Morde am CDU-Politiker Walter Lübcke am 2.6.2019 in Kassel und an einem Eritreer am 22.6.2019 in Wächtersbach waren schockierende Höhepunkte des rechten Terrors. Tatsächlich lassen sich aber seit Jahrzehnten militante und terroristische Aktivitäten der extremen Rechte in Hessen beobachten.

Eine Veranstaltung der VVN-BdA Heidelberg in Kooperation mit der Antifaschistischen Initiative Heidelberg (AIHD/iL) im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Heidelberg (16.3. bis 8.4.2020)

FÄLLT AUS – Film „Heidelberg im Nationalsozialismus – Verfolgung und Widerstand“ am 23. März 2020

13. Februar 2020

Leider sehen wir uns gezwungen, alle Veranstaltungen im März abzusagen und zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Wir geben dann frühzeitig die neuen Termine bekannt.
Aufgrund des hohen Interesses zeigen wir am Montag, 23. März 2020 erneut den Film „Heidelberg im Nationalsozialismus – Verfolgung und Widerstand“ aus dem Jahr 1993. Beginn ist um 20.00 Uhr im Welthaus (Willy-Brandt-Platz 5, über dem Hauptbahnhof Heidelberg).

Heidelberg war eine ausgesprochen braune Stadt. Schon bei der Kommunalwahl Ende 1930 bekam die NSDAP mit 35,7 Prozent die meisten Stimmen. Bei der Asta-Wahl der Universität im Sommersemster 1930 erreichte der rechtsradikale Block sogar die absolute Mehrheit.

Der Film von VVN-BdA und Mediengruppe Schrägspur zeichnet die Geschichte von Verfolgung und Widerstand während der Zeit des NS-Regimes aus der Sicht von Betroffenen aus der Region nach. Als ZeitzeugInnen wirken frühere Vorstandsmitglieder der VVN-BdA Heidelberg mit.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Heidelberg (16.3. bis 8.4.1920) statt.

FÄLLT AUS – Antifaschistischer Stadtrundgang „Heidelberg im Nationalsozialismus“ am 29. März 2020

13. Februar 2020

Leider sehen wir uns gezwungen, alle Veranstaltungen im März abzusagen und zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Wir geben dann frühzeitig die neuen Termine bekannt.

Zum Abschluss unserer Veranstaltungsreihe im März findet am Sonntag, 29. März 2020 der Antifaschistische Stadtrundgang „Heidelberg im Nationalsozialismus – Verfolgung und Widerstand“ durch die Heidelberger Altstadt statt. An verschiedenen historischen Orten wird an TäterInnen und Opfer erinnert, aber auch an Menschen, die es gewagt haben, Widerstand gegen das NS-Regime zu leisten. Treffpunkt ist um 16 Uhr an der Ecke Theaterstraße/Hauptstraße.
Der Rundgang wird seit vielen Jahren von der VVN-BdA in Zusammenarbeit mit der Antifaschistische Initiative Heidelberg (AIHD/iL) organisiert.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Heidelberg (16.3. bis 8.4.1920) statt.

Vortrag „VVN-BdA: Geschichte und Gegenwart“ am 9. März 2020

10. Februar 2020

Mit dem Vortrag am Montag, 9. März 2020 wollen wir unseren (Neu-)Mitgliedern, FreundInnen und allen Interessierten einen Einblick in Geschichte und Gegenwart der VVN-BdA in Heidelberg geben. Beginn ist um 19.30 Uhr im Laden für Kultur und Politik (Kaiserstr. 62, HD-Weststadt).
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) ist die älteste antifaschistische Organisation in der BRD und ist auch in Heidelberg durch ihr vielfältiges Engagement gegen Faschismus, Rassismus und Krieg ein wichtiger Teil der politischen Landschaft.
Gedenkveranstaltungen, Vorträge zu historischen und aktuellen Themen, antifaschistische Stadtrundgänge und Pressearbeit gehören ebenso zu ihrer politischen Praxis wie die aktive Teilnahme an Protesten gegen rechte Umtriebe und an Antikriegsaktionen.

Mit dem Vorstoß des Berliner Finanzamtes, der Bundesorganisation die Gemeinnützigkeit zu entziehen, und den folgenden Protesten von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Überlebendenverbänden war die VVN-BdA seit November 2019 sehr präsent in der bundesweiten und internationalen Presse.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Geschichte der Organisation in Heidelberg, beginnend mit der Vorläufergruppe „Heidelberger Hilfskomitee für die Opfer des Nationalsozialismus“ ab Sommer 1945 und der Gründung der VVN 1947 bis hin zu den heutigen Kampagnen und Schwerpunkten.

!!!FÄLLT AUS!!! Vortrag „Antifaschistischer Widerstand in Walldorf“ am 7. März 2020

9. Februar 2020

!!!FÄLLT AUS!!!
Leider muss der Vortrag verschoben werden, weil die Stadt Walldorf alle Veranstaltungen wegen Corona abgesagt hat!
Den Auftakt unserer Veranstaltungsreihe im März bildet der Vortrag „Antifaschistischer Widerstand in Walldorf“ mit Andy Herrmann, der am Samstag, 7. März 2020 um 16.00 Uhr im Jugendhaus Jump (Bahnhofstr. 5, Walldorf) stattfindet.

Die Stadt Walldorf galt in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg als Hochburg der ArbeiterInnen-Bewegung. Geprägt von Tabakanbau und -verarbeitung, aber auch von der ansässigen Metall- und Tonwarenindustrie war aus dem ehemaligen Bauerndorf eine kleine Arbeiterkommune geworden.

Dementsprechend schwer hatte es der aufkommende Faschismus vor Ort. Demonstrationen, Kundgebungen und handfeste Auseinandersetzungen zwischen KommunistInnen und Nazis prägten das Bild in den Jahren 1929 bis 1933. Nach der Machtübergabe an die NSDAP schlugen die Nazis in Walldorf vor allem gegen ihre politischen GegenerInnen brutal zurück.

Der Referent Andy Herrmann wird in dem mit Bildern illustrierten Vortrag den Widerstand aus den Reihen der ArbeiterInnenschaft gegen die Nationalsozialisten vor 1933 und während der Herrschaft der Nazis beleuchten. Er thematisiert ebenso die Repression gegen Walldorfer Antifaschisten und die täglichen Schikanen durch die AnhängerInnen des NS-Regimes.

Gedenken für die Familie Linick am 11. Februar 2020

26. Januar 2020

Am 11. Februar 2020 werden um 12.15 Uhr in der Karl-Ludwig-Straße 4 Stolpersteine für die Familie Linick verlegt. Am Abend veranstalten VVN-BdA Heidelberg, AIHD/iL und die Stolperstein-Initiative eine Gedenkstunde mit musikalischer Umrahmung im Dokumentationszentrum deutscher Sinti und Roma (Bremeneckgasse 2, HD-Altstadt), in der an diese vier HeidelbergerInnen erinnert und ihre Lebenswege vorgestellt werden. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Das jüdische Ehepaar David und Bertha Linick betrieb in der Plöck 36 ein Manufakturwarengeschäft und lebte mit den beiden Kindern in der Altstadt. Ab 1933 wurden sie vom antisemitischen Terror der Nazis zunehmend bedrängt.

Der Sohn Edgar, der sich als Jude und Sozialist doppelt bedroht sah, floh bereits 1933 nach Spanien, 1936 folgte ihm seine Schwester Gretel. Beide unterstützten den antifaschistischen Kampf gegen die Franco-Putschisten und verteidigten die spanische Republik, indem sie in den Hospitälern der Internationalen Brigaden mitarbeiteten. Nach der Niederlage flohen die Geschwister nach Frankreich und wurden als SpanienkämpferInnen interniert. Während Gretel 1942 vom Vichy-Regime an die Nazis ausgeliefert und in Auschwitz ermordet wurde, wurde Edgar von der britischen Armee befreit und lebte von 1948 bis zu seinem Tod 1982 in Ostberlin.

Ihre Eltern waren 1940 von Heidelberg nach Gurs deportiert und danach in weitere französische Lager verschleppt worden. Bertha Linick verhungerte Ende 1942 im Camp de Noé, während ihr Mann David die Befreiung in einem jüdischen Zwangsaltersheim erlebte. Er starb 1965 in Würzburg.

Die Stolperstein-Verlegung findet am 10. und 11. Februar statt. Weitere Informationen und den genauen Verlauf gibt es auf der Homepage der Stolperstein-Initiative unter stolpersteine-heidelberg.de

Offener Brief der VVN-BdA HD: Kein Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes zusammen mit der AfD!

24. Januar 2020

Die VVN-BdA Kreisvereinigung Heidelberg hat sich mit dem folgenden Offenen Brief an Oberbürgermeister Würzner, die Fraktionen im Heidelberger Gemeinderat sowie an die Medien gerichtet:
Am 27. Januar:
Kein Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes zusammen mit der AfD!
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) wurde von Menschen gegründet, die den Nationalsozialismus als Negation der Demokratie und der Menschenwürde, als Regime des Massenmordes erlitten und gegen ihn Widerstand geleistet hatten. Den Überlebenden der Verfolgung aus rassistischen und politischen Gründen, der millionenfachen Vernichtung jüdischer Menschen sowie der Sinti und Roma, und auch den Nachkommen der Verfolgten und WiderstandskämpferInnen fühlen wir uns verpflichtet. Bis heute stellen die letzten Überlebenden der Verfolgung durch das NS-Regime und ihre Nachkommen einen beträchtlichen Teil unserer Mitglieder.
Deshalb appellieren wir an die demokratische Öffentlichkeit Heidelbergs, die demokratischen PolitikerInnen, Bürgermeister, Oberbürgermeister, die demokratischen StadträtInnen und Fraktionen Heidelbergs sowie an alle, die Gedenkveranstaltungen ausrichten: Am 27. Januar – kein Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes zusammen mit der AfD! Laden Sie rechtspopulistische und offen faschistische Feinde der Demokratie nicht ein, sondern laden Sie sie aus! Nutzen Sie Ihre vielfältigen politischen Möglichkeiten zur klaren Positionierung in der Erinnerungskultur! Es liegt in Ihrer Hand.

Solidaritätserklärung mit der VVN-BdA Heidelberg

21. Dezember 2019

„Der Entzug der Gemeinnützigkeit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) stellt einen Angriff auf antifaschistische Arbeit dar. Gerade in Zeiten, in denen rechtes Gedankengut, Rassismus., Antisemitismus und Antiziganismus wieder salonfähig werden, in denen Krieg weltweit wieder zu einem Mittel der Politik wird, ist die VVN-BdA wichtiger denn je. Um dem Geschichtsrevisionismus entgegenzutreten, der sich vielerorts breitmacht, braucht es starke Gedenkinitiativen und aktive antifaschistische Geschichtsarbeit. Was also kann gemeinnütziger sein als die Arbeit der VVN-BdA?

Wir kennen und schätzen die VVN-BdA Kreisvereinigung Heidelberg seit Jahrzehnten als wichtige Bündnispartnerin in der Gedenk- und Bildungsarbeit, bei Kundgebungen gegen Naziaufmärsche, bei antifaschistischen Stadtrundgängen und bei Veranstaltungen gegen Krieg. Wir stehen auch bei diesem Angriff an ihrer Seite und fordern das Finanzamt Berlin auf, diesen skandalösen Schritt umgehend rückgängig zu machen und der Organisation die Gemeinnützigkeit wieder zuzuerkennen.“

Diese gemeinsame Solidaritätserklärung haben bisher folgende Parteien und Organisationen unterzeichnet:

AIHD/iL, AKUT[+C], Asyl AK, Bunte Linke, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke Heidelberg, Grün-Alternative Liste, Grüne Jugend, Jusos Heidelberg, Migration Hub, SJD – Die Falken, Solid, SPD Heidelberg, Stolperstein-Initiative

Diese Stellungnahme kann gerne von weiteren Gruppen unterstützt werden (Rückmeldungen an heidelberg[at]vvn-bda.de).

Schon vor längerem hat zudem die AIHD/iL ein Solidaritätsstatement veröffentlicht, die Linke hat ein Solifoto mit Beitrittsaufruf auf Facebook gepostet.

Auch ansonsten hat die VVN-BdA bundesweit vielfältige Arten von Solidaritätsbekundungen von Zehntausenden von Menschen erfahren – von der Unterstützung der Online-Petition über massenhafte Beitritte bis hin zu persönlichen Stellungnahmen von Prominenten und solidarischen Organisationen.

 

Jetzt erst recht: Werdet Mitglied in der VVN-BdA!

7. Dezember 2019

Die VVN-BdA lässt sich den Angriff des Finanzamts auf antifaschistische Arbeit nicht gefallen und hat Widerspruch gegen die Aberkennung der Gemeinnützigkeit eingelegt. Um die Auseinandersetzung mit den Behörden zu gewinnen sind massiver politischer Druck und eure praktische Solidarität nötig: unterschreibt die Petition, verfasst Protestschreiben, unterstützt die VVN-BdA durch Spenden, und vor allem: werdet Mitglied! Die große Zahl an Neueintritten sind eine großartige Solidaritätsbekundung und ein wichtiges Zeichen gegen Faschismus, Rassismus und Krieg.

Eine Übersicht über die zahlreichen Prrotestbriefe und Solidaritätsschreiben finden sich auf der Bundesseite der VVN-BdA.

1000 neue Mitglieder für die VVN-BdA: Solidarität mit der VVN-BdA geht weiter

7. Dezember 2019

So hatten es sich die politisch Verantwortlichen sicherlich nicht vorgestellt, als die Finanzbehörden glaubten, der VVN-BdA Bundesvereinigung die Gemeinnützigkeit absprechen zu können.

Bis heute erleben wir eine Welle der Solidarität, die alle bisherigen Vorstellungen gesprengt hat. Die Zahl der Unterstützer von Online-Petitionen für die VVN-BdA wächst täglich. Wann haben wir es schon einmal erleben dürfen, dass u.a. SPD-Untergliederungen, Landevorstände der Grünen, die LINKE von der Bundesebene bis zu zahlreichen Kreisorganisationen, Gewerkschaften bis hin zu Mitgliedern in Bundesvorständen, Naturfreunde, die verschiedenen Initiativen und Gruppen der Friedensbewegung, Vertreter von jüdischen Gemeinden und autonomer Antifa-Initiativen sich gleichermaßen dafür eingesetzt haben, dass Antifaschismus gemeinnützig bleibt? Beeindruckend auch die Erklärung des Internationalen Auschwitzkomitees, die Stellungnahmen des Gedenkstättenforums und der Lagerarbeitsgemeinschaften sowie der Arbeitsgemeinschaft verfolgter Sozialdemokraten (AVS). Diese Reaktionen werden sicherlich Auswirkungen haben auf den zukünftigen gesellschaftlichen Umgang mit antifaschistischen Initiativen.

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