Stadtrundgang „Als die Synagogen brannten“ am 11. November

4. Oktober 2018

Am Sonntag, 11. November 2018 findet im Gedenken an die Pogromnacht ein Antifaschistischer Stadtrundgang mit Norbert Giovannini statt unter dem Titel „Als die Synagogen brannten. Novemberpogrom 1938 – Auf dem Weg in die Barbarei“. Der Rundgang, den die VVN-BdA Heidelberg im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe im Herbst 2018 organisiert, beginnt um 14.00 Uhr am Alten Synagogenplatz in der Altstadt.

80 Jahre nach der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 suchen wir in diesem Rundgang Stationen der Pogromnacht selbst, des jüdischen Lebens in Heidelberg, von NS-Partei und Stadtverwaltung, dem Verfolgungsgeschehen von 1933 bis 1945 und den Schicksalen der Verfolgten auf.

Verantwortliche und AkteurInnen werden benannt, das Pogrom historisch beleuchtet und in Vor- und Nachgeschichte der NS-Epoche vor Ort eingebettet. Hinweise gelten auch den Ereignissen in Stadtteilen, Vororten und der Region.

Gedenkveranstaltung auf dem Bergfriedhof am 1. November

3. Oktober 2018

Seit vielen Jahrzehnten findet am 1. November 2018 die traditionelle Gedenkveranstaltung auf dem Heidelberger Bergfriedhof statt, bei der mit Reden und musikalischen Beiträgen der vom NS-Regime ermordeten AntifaschistInnen aus Heidelberg und der Region gedacht wird. Für dieses Jahr konnten wir als Hauptrednerin Ilona Lagrene vom Vorstand des Verbands Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Rheinland-Pfalz gewinnen. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Mannheimer Chor GEgenwehr (früher: Alstom-Chor).

Die Gedenkveranstaltung am 1. November 2018 auf dem Bergfriedhof, die wie jedes Jahr von der VVN-BdA Heidelberg in Kooperation mit dem DGB organisiert wird, beginnt um 14 Uhr. Treffpunkt ist bereits um 13.45 Uhr am Krematorium, um dann pünktlich gemeinsam zum Denkmal zu gehen.

Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Neckarelz am 14. Oktober

3. Oktober 2018

Am Sonntag, 14. Oktober findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe der VVN-BdA Heidelberg im Herbst 2018 eine gemeinsame Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Neckarelz statt. Treffpunkt für die gemeinsame Anreise von Heidelberg aus ist um 12.10 Uhr am Hauptbahnhof Heidelberg (an der Anzeigentafel); von dort aus fahren wir mit der S-Bahn nach Mosbach-Neckarelz. In der Gedenkstätte beginnt die für uns organisierte Führung durch die Räumlichkeiten um 14 Uhr.

Von Anfang 1944 bis 1945 bildeten die so genannten Neckarlager, darunter das KZ Neckarelz, eine Außenstelle des KZ Natzweiler-Struthof. Mehrere Tausend KZ-Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen wurden an den Neckar gebracht, um unterirdische Stollen für die „kriegswichtige Produktion“ bei Obrigheim anzulegen. Dort sollten Flugzeugmotoren für Daimler-Benz montiert werden. Dazu wurde eigens eine Tarnfirma, die Goldfisch GmbH erfunden. Wegen des Vorrückens amerikanischer Truppen wurden Ende März 1945 rund 4000 KZ-Häftlinge auf einen Todesmarsch geschickt. Rund 700 Gefangene überlebten die Strapazen und Schikanen nicht.

 

Antirassistische Demo in Karlsruhe am 13. Oktober

3. Oktober 2018

Für 13. Oktober 2018 ist in Karlsruhe eine landesweite Demonstration unter dem Motto „Asylrecht verteidigen!“ geplant, die vom Antirassistischen Netzwerk Baden-Württemberg organisiert wird. Der Aufruf ist unter http://stop-deportation.de/aufruf-landesweite-demonstration-am-13-oktober-2018-in-karlsruhe/ veröffentlicht.

Doch auch jetzt schon gilt es, gegen rassistische Hetze und die Abschottungspolitik der „Festung Europa“ aktiv zu werden: am Samstag, 7.7. findet in Heidelberg die antirassistische Demonstration „Seebrücke – Schafft sichere Häfen“ statt; Beginn ist um 14 Uhr am Uniplatz Heidelberg.

Vortrag „Verfolgung der Sinti im Kraichgau“ am 2. Oktober

1. September 2018

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der VVN-BdA Heidelberg im Herbst 2018 organisieren wir gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma den Vortrag „Verfolgung der Sinti zwischen Kraichgau, Neckartal-Odenwald und Bauland“ mit Autor Arno Huth. Der Vortrag am Dienstag, 2. Oktober 2018 beginnt um 20.00 Uhr im Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma (Bremeneckgasse 2, HD-Altstadt).

Im ländlichen Raum waren Sinti schon seit Jahrhunderten unterwegs. Zahlreiche Maßnahmen „zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens“ erschwerten ihnen jedoch die Ausübung ihrer Wanderberufe. Während das Land Baden ihre Ansiedlung anstrebte, versuchten die Bevölkerung und Ortsbehörden dies zu verhindern. Im Nationalsozialismus verschärfte sich die Verfolgung der Sinti: zu lokalen sozialrassistischen Maßnahmen kam ausgehend von der Reichsebene ein biologistischer Rassismus hinzu, der im Völkermord gipfelte. Vor 75 Jahren (1943/44) wurden mindestens 116 Sinti – Männer und Frauen, Säuglinge, Kinder und Alte – aus den Altkreisen Sinsheim, Mosbach und Buchen ins „Zigeunerlager Auschwitz“ deportiert; nur wenige überlebten.

Arno Huth (KZ-Gedenkstätte Neckarelz) wird anhand seiner Dokumentation über die örtliche Verfolgung und Deportation der Sinti berichten.

Veranstaltet von: VVN-BdA Kreisvereinigung Heidelberg und Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

(siehe auch http://www.sintiundroma.de/zentrum/veranstaltungen/veranstaltungsdetails/termin/2018/10/02/event/tx_cal_phpicalendar/verfolgung-der-sinti-zwischen-kraichgau-neckartal-odenwald-und-bauland.html)

Stadtrundgang „Walldorf im Nationalsozialismus“ am 28. September

1. September 2018

Am Freitag, 28. September findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe der VVN-BdA Heidelberg im Herbst 2018 der Stadtrundgang „Walldorf im Nationalsozialismus – Gleichschaltung, Verfolgung, Widerstand“ statt. Treffpunkt ist um 18.00 Uhr an der Johann-Jakob-Astor-Str. 1 in Walldorf.

Der rund zweistündige Rundgang durch die Walldorfer Stadtmitte begibt sich in die Zeit nach 1933, kurz nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten. Wie organisierten die Nazis in einer kleinen, ländlich geprägten Stadt die Gleichschaltung des Alltags? Wie erfolgten Verfolgung und Ausschaltung politischer Gegner? Wie sorgten die örtlichen NSDAP-Funktionäre für ihren Machterhalt? Wie gestaltete sich der Widerstand gegen das NS-Regime? Diese Fragen wird der Referent Andy Herrmann an lokalen Beispielen beantworten.

Treffpunkt: Scheune Hillesheim, Johann-Jakob-Astor-Straße 1 (neben der Evangelischen Stadtkirche)

Veranstaltet von: Vereinigung Walldorfer Heimatfreunde 1965 e.V. und VVN-BdA Kreisvereinigung Heidelberg

Rundgang „Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch“ am 23. September

1. September 2018

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe der VVN-BdA Heidelberg im Herbst 2018 bildet der Rundgang „Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch“ am Sonntag, 23. September; Beginn ist um 14.00 Uhr an der Hauptpforte des PZN.

In dem Rundgang über das Gelände des heutigen Psychiatrischen Zentrums Nordbaden (PZN) Wiesloch wird die Geschichte der Einrichtung von der Gründerzeit über den Ersten Weltkrieg beleuchtet. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die NS-Psychiatrie gelegt, die geprägt war von Zwangssterilisationen, NS-Euthanasie und dem zehntausendfachen Mord, der heute als Aktion T4 bekannt ist.

Referent: Stefan Kiefer

Gemeinsame Anreise ab Heidelberg:
Treffpunkt: 13:15 Uhr Parkplatz Landfried-Komplex, Alte Eppelheimer Straße, Heidelberg
Da eine gemeinsame Anreise mit dem Auto organisiert wird, bitten wir um vorherige Anmeldung bis 16. September per E-Mail an: heidelberg@vvn-bda.de

Treffpunkt in Wiesloch (ohne vorherige Anmeldung): PZN-Hauptpforte um 14:00 Uhr, über Westliche Zufahrt (Navi: Heidelberger Straße 1A)

Veranstaltet von: VVN-BdA Kreisvereinigung Heidelberg

15.9.: Lechleiter-Gedenken in Mannheim

1. September 2018

Am Samstag, 15. September 2018 findet in Mannheim das jährliche Gedenken in Erinnerung an die Mitglieder der Widerstandsgruppe um Georg Lechleiter, die vor allem durch die gemeinsam erstellte Zeitung „Der Vorbote“ bekannt wurde. 1942/43 starben die mutigen Frauen und Männer des Arbeiterwiderstandes gegen die Nazi-Herrschaft durch das Fallbeil. Bei der Veranstaltung am 15. September wird an ihre Taten gegen dass NS-System erinnert und ihr Beitrag für die Beendigung des Krieges, für den Sturz Hitlers und für eine sozialistische Zukunft gewürdigt.

Außer der Hauptrede von Stefan Fulst-Blei (SPD-MdL) gibt es Grußworte und eine musikalische Umrahmung. Das Lechleiter-Gedenken beginnt um 18.00 Uhr auf dem Georg-Lechleiter-Platz in Mannheim-Schwetzingerstadt.

31.8.: „Nie wieder Krieg!“ – Kundgebung zum Antikriegstag

16. August 2018

Anlässlich des Internationalen Antikriegstags (1. September) organisiert der DGB Heidelberg/Rhein-Neckar am 31. August 2018 eine Kundgebung auf dem Bismarckplatz. Ebenfalls beteiligt sind verschiedene Antikriegs- und Friedensorganisationen, und auch wir als VVN-BdA Heidelberg werden wie in jedem Jahr mit einem Infostand vor Ort sein. Beginn ist um 15.00 Uhr am Bismarckplatz.

Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Vortrag „Brauner ‚Feminismus‘?“ mit Brigitte Kiechle am 13. Juni

16. Mai 2018

Nur wenige Tage nach dem Stadtrundgang veranstalten wir einen Vortrag zu einem extrem aktuellen Thema, diesmal im Laden für Kultur und Politik:

Vortrag „Brauner ‚Feminismus‘? – Unser Feminismus bleibt antirassistisch!“ mit Autorin Brigitte Kiechle

Wie die Nazis versuchen, frauenpolitisch zu punkten und die aktuellen Kampagnen gegen Gewalt gegen Frauen rassistisch zu instrumentalisieren

Das Beispiel Kandel und andere zeigen: AFD und Neonazis aller Couleur versuchen, mit „Frauenbündnissen gegen Gewalt“ oder „Frauenmärschen“ – wie in Berlin – insbesondere die Kampagne gegen Gewalt gegen Frauen mit rechten Ideen aufzuladen und zu instrumentalisieren. Dabei werden Parolen der Frauenbewegung wie z. B. „erobern wir uns die Straße zurück“ von rechten „Frauenbündnissen“ aufgegriffen und mit rassistischen, nationalistischen und reaktionären Frauenbildern versetzt. Grund genug, sich mit dieser neuen Entwicklung auseinander-zusetzen und mögliche Gegenstrategien zu beraten, zumal die Nazis offensichtlich Kandel zu einem neuen rassistischen „Wallfahrtsort“ machen wollen. Sie haben bereits bis Ende des Jahres Versammlungen in Kandel angemeldet, nachdem es ihnen bereits mehrfach gelungen ist, mit überregionaler Unterstützung weit über 1000 Menschen für ihre Ziele zu nach Kandel mobilisieren.

Der Vortrag am 13. Juni beginnt um 20.00 Uhr im Laden für Kultur und Politik, Kaiserstr. 62, in der Weststadt.

Ältere Nachrichten · Neuere Nachrichten