Am Mittwoch, 27. Mai 2026 lädt ein breites Bündnis zu einem Vortrag im Welthaus Heidelberg (Kurfürstenanlage 25) ein. Unter dem Titel „Berufsverbote – damals wie heute“ referiert die Betroffene Lisa Poettinger zu ihrem eigenen Fall vor dem Hintergrund der jahrzehntelangen Geschichte der Berufsverbote. Beginn der Veranstaltung ist um 19.00 Uhr.
54 Jahre nach dem „Radikalenerlass“ häufen sich wieder Berufsverbote als Mittel politischer Disziplinierung – so auch gegen die Klimaaktivistin Lisa Poettinger. Anstatt jene zur Rechenschaft zu ziehen, die unsere Erde zerstören, kriminalisiert der Staat den Widerstand dagegen. Das mit ihrer politischen Aktivität begründete Verbot ist eine Drohung, die sich an alle richtet, die eine Anstellung im Staatsdienst anstreben und eine eigene Meinung haben: Bereits der Begriff „Profitmaximierung“ reicht aus, um die Verweigerung ihres Ausbildungsabschlusses als Lehrerin zu rechtfertigen. In unserer Veranstaltung informieren wir gemeinsam mit Lisa darüber, was das bedeutet, wen es treffen kann, warum es gerade zur Häufung von Berufsverboten kommt. Außerdem sprechen wir über Strategien, um dagegen vorzugehen und wie Solidarität praktisch wird.
Der Vortrag wird veranstaltet von der Antifaschistischen Initiative Heidelberg, VVN-BdA, Rote Hilfe HD/MA, ROSA-Hochschulgruppe, Initiativgruppe gegen Radikalenerlass und Berufsverbote Baden-Württemberg und EndCement.
Am Sonntag, 17. Mai 2026 veranstalten wir zusammen mit der VVN-BdA Mannheim, der Antifaschistischen Initiative Heidelberg und der ROSA Hochschulgruppe eine Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Osthofen. Treffpunkt ist um 11.15 Uhr am Hauptbahnhof Heidelberg, von wo wir mit der S-Bahn nach Osthofen fahren. Nach einem kurzen Rundgang über das Gelände gibt es ausreichend Zeit, um in Kleingruppen die beeindruckende Dauerausstellung zu den KZs Osthofen und Hinzert anzusehen und die aktuelle Ausstellung „Die Verleugneten“ zu besuchen. Am späten Nachmittag fahren wir gemeinsam zurück.
Auch dieses Jahr laden wir mit Unterstützung des DGB zu einem Sektempfang am Tag der Befreiung vom Faschismus ein: Am Freitag, 8. Mai 2026 wollen wir um 18.00 Uhr mit einem Glas Sekt oder Orangensaft dieses denkwürdige Ereignis in den Räumen der IG Metall (Friedrich-Ebert-Anlage 24) feiern. Im Anschluss erinnern wir bei Reden, Lesung, Filmausschnitten und musikalischer Umrahmung an diesen Tag, den Millionen von Antifaschist*innen und Verfolgten als „Morgenrot der Menschheit“ erlebten, wie es der Widerstandskämpfer Peter Gingold formulierte.
Am Sonntag, 3. Mai 2026 organisieren wir wieder gemeinsam mit der Antifaschistischen Initiative Heidelberg den Antifaschistischen Stadtrundgang „Heidelberg im Nationalsozialismus – Verfolgung und Widerstand“. Treffpunkt ist um 17 Uhr an der Ecke Hauptstraße/Theaterstraße. Der zweieinhalbstündige Antifaschistische Stadtrundgang führt durch die Heidelberger Altstadt. Er bietet einen Überblick über den Nationalsozialismus in Heidelberg von seinem frühen Erstarken in der Weimarer Republik bis hin zur Befreiung und verweist auch auf die Nachwirkungen in der frühen BRD. An verschiedenen historischen Orten wird an Täter*innen und Opfer erinnert, aber auch an Menschen, die es gewagt haben, Widerstand zu leisten.
Auch 2026 beteiligen wir uns wieder an verschiedenen Veranstaltungen rund um den 1. Mai:
Am Sonntag, 19. April 2026 veranstalten wir gemeinsam mit der Antifaschistischen Initiative Heidelberg eine Antifaschistische Wanderung. Treffpunkt ist um 15.30 Uhr am Hans-Thoma-Platz in Handschuhsheim.
Am Samstag, 18.4. 2026 findet eine Demonstration des Bündnisses „Kommunen am Limit“ statt, zu der wir mit aufrufen. „Wir lassen uns nicht kürzen! Wir lassen uns nicht spalten!“ ist das Motto. Auftakt ist um 14.00 Uhr an der Schwanenteichanlage/Stadtbücherei.
„Friedensfähig statt kriegstüchtig! Nein zu Hochrüstung, Sozialabbau, Militarisierung und Wehrpflicht! Mittelstreckenwaffen verhindern! Kriege beenden, Frieden schaffen – Diplomatie statt Eskalation!“ Das sind die zentralen Forderungen des diesjährigen Ostermarschs am 4. April 2026. Der Auftakt ist um 14 Uhr an der Stadtbücherei Heidelberg.
An den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 beteiligen wir uns dieses Jahr wieder mit zwei Veranstaltungen: Am 24. März zeigen wir die Dokumentation „Heidelberg im Nationalsozialismus – Verfolgung und Widerstand“ im Nachbarschaftsbüro Die Linke. Und unter demselben Titel findet am 27. März ein antifaschistischer Stadtrundgang statt.
Am Donnerstag, 12. Februar 2026 findet der Informationsabend „Die aktuelle Lage in Rojava“ um 19.00 Uhr im Welthaus Heidelberg (Kurfürstenanlage 25) statt. Nach dem Vortrag gibt es Raum für Begegnung. Die Veranstaltung veranstalten die Kurdischen Studierenden Heidelberg, die Gemeinschaft der kurdischen Hochschulgruppen, die Antifaschistische Initiative Heidelberg und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschist*innen Heidelberg.




