Am Mittwoch, 7. Oktober 2026 beginnt unsere Veranstaltungsreihe „No pasarán! – 90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg“. Zum Auftakt zeigen wir gemeinsam mit der ROSA Hochschulgruppe und mit freundlicher Unterstützung der IG Metall den Film „Land and Freedom“ (1995, 109 min). Der Filmabend am 7. Oktober beginnt um 19.00 Uhr und findet in den Räumen der IG Metall (Fr.-Ebert-Anlage 24, HD-Altstadt) statt.
„Land and Freedom“ ist inspiriert von der autobiografischen Erzählung „Mein Katalonien“ von George Orwell und schildert die Erlebnisse eines englischen Spanienfreiwilligen, der sich der POUM-Miliz anschließt. Der Spielfilm bietet einen intensiven Einblick in politische Debatten und Konflikte in der spanischen Revolution, in die Ideale und Prinzipien der Kämpfer*innen und die Widersprüche, die sich unter den Bedingungen des brutalen Krieges verstärken. Und nicht zuletzt widmet er sich dem eskalierenden Konflikt zwischen der Kommunistischen Partei und anderen sozialistischen und anarchistischen Organisationen.
Im Oktober und November 2026 wollen wir an mit einer Veranstaltungsreihe an die antifaschistischen Kämpfe in Spanien vor 90 Jahren erinnern, mit denen Spanier*innen und Freiwillige aus aller Welt gegen den faschistischen Franco-Putsch aufstanden. Der Schwerpunkt der vier Veranstaltungen liegt dabei auf der internationalen Beteiligung von Antifaschist*innen in den Milizen und den Internationalen Brigaden.
Das Berliner Finanzamt für Körperschaften I fordert von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen (VVN-BdA) eine vorzeitige Abgabe der Steuererklärung für die Jahre 2024 und 2025 und droht damit, ihr die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. Begründet wird dieser Schritt damit, „dass auch die aktuelle Kampagne zum AfD-Verbot sowie die damit im Zusammenhang stehenden Aktivitäten der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) e.V. deren Gemeinnützigkeit gefährden kann.“
Am Samstag, 12. September 2026 veranstaltet ein breites gesellschaftliches Bündnis die Demonstration „Ihr seid nicht allein: Nie wieder! Jetzt!“, um nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt antifaschistischen Protest in Heidelberg sichtbar zu machen. Auch wir rufen dazu auf und dokumentieren im Folgenden den Aufruf:
Nie wieder kriegstüchtig: Unter dem Motto „Nein zu Hochrüstung, Sozialabbau, Militarisierung und Wehrpflicht! Kriege beenden – Diplomatie statt Eskalation!“ findet am 1. September 2026 die jährliche Bündniskundgebung zum Antikriegstag statt. Beginn ist um 18 Uhr am Anatomieplatz.
Am Mittwoch, 27. Mai 2026 lädt ein breites Bündnis zu einem Vortrag im Welthaus Heidelberg (Kurfürstenanlage 25) ein. Unter dem Titel „Berufsverbote – damals wie heute“ referiert die Betroffene Lisa Poettinger zu ihrem eigenen Fall vor dem Hintergrund der jahrzehntelangen Geschichte der Berufsverbote. Beginn der Veranstaltung ist um 19.00 Uhr.
Am Sonntag, 17. Mai 2026 veranstalten wir zusammen mit der VVN-BdA Mannheim, der Antifaschistischen Initiative Heidelberg und der ROSA Hochschulgruppe eine Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Osthofen. Treffpunkt ist um 11.15 Uhr am Hauptbahnhof Heidelberg, von wo wir mit der S-Bahn nach Osthofen fahren. Nach einem kurzen Rundgang über das Gelände gibt es ausreichend Zeit, um in Kleingruppen die beeindruckende Dauerausstellung zu den KZs Osthofen und Hinzert anzusehen und die aktuelle Ausstellung „Die Verleugneten“ zu besuchen. Am späten Nachmittag fahren wir gemeinsam zurück.
Auch dieses Jahr laden wir mit Unterstützung des DGB zu einem Sektempfang am Tag der Befreiung vom Faschismus ein: Am Freitag, 8. Mai 2026 wollen wir um 18.00 Uhr mit einem Glas Sekt oder Orangensaft dieses denkwürdige Ereignis in den Räumen der IG Metall (Friedrich-Ebert-Anlage 24) feiern. Im Anschluss erinnern wir bei Reden, Lesung, Filmausschnitten und musikalischer Umrahmung an diesen Tag, den Millionen von Antifaschist*innen und Verfolgten als „Morgenrot der Menschheit“ erlebten, wie es der Widerstandskämpfer Peter Gingold formulierte.
Am Sonntag, 3. Mai 2026 organisieren wir wieder gemeinsam mit der Antifaschistischen Initiative Heidelberg den Antifaschistischen Stadtrundgang „Heidelberg im Nationalsozialismus – Verfolgung und Widerstand“. Treffpunkt ist um 17 Uhr an der Ecke Hauptstraße/Theaterstraße. Der zweieinhalbstündige Antifaschistische Stadtrundgang führt durch die Heidelberger Altstadt. Er bietet einen Überblick über den Nationalsozialismus in Heidelberg von seinem frühen Erstarken in der Weimarer Republik bis hin zur Befreiung und verweist auch auf die Nachwirkungen in der frühen BRD. An verschiedenen historischen Orten wird an Täter*innen und Opfer erinnert, aber auch an Menschen, die es gewagt haben, Widerstand zu leisten.




