Vortrag „Alle Macht den Räten!“ am 19. November

5. November 2018

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe der VVN-BdA im Herbst referiert am Montag, 19. November 2018 Mia Lindemann zum Thema „Alle Macht den Räten! 100 Jahre Novemberrevolution“ und legt dabei den Fokus auf Ereignisse und revolutionäre Bestrebungen in der Rhein-Neckar-Region. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Laden für Kultur und Politik (Kaiserstr. 62, HD-Weststadt).

Die Nazis haben mit den Novemberpogromen 1938 versucht, die Erinnerung an die Revolution von 1918 auszulöschen. Sie haben das zum Glück nicht geschafft, und uns kann niemand die Erfahrung nehmen, dass Menschen – Matrosen, Soldaten, Arbeiter und Arbeiterinnen, Bürger*innen und Künstler*innen – den Mut hatten, die militaristische und monarchistische herrschende Klasse zu entmachten und die Organisation des Alltagslebens in die eigene Hand zu nehmen und zu demokratisieren. Die kurze Zeit der Räteherrschaft und die anschließenden Auseinandersetzungen über Rätedemokratie vs. Parlamentarische Demokratie ließen radikaldemokratische und sozialistische Perspektiven aufscheinen.

25.11.: Stadtrundgang „Heidelberg im Nationalsozialismus“

5. November 2018

Direkt nach Abschluss unserer großen Veranstaltungsreihe im Herbst organisiert die VVN-BdA Heidelberg am 25. November 2018 den Antifaschistischen Stadtrundgang „Heidelberg im Nationalsozialismus – Verfolgung und Widerstand“ durch die Heidelberger Altstadt. An verschiedenen historischen Orten wird an TäterInnen und Opfer erinnert, aber auch an Menschen, die es gewagt haben, Widerstand zu leisten. Treffpunkt ist bereits um 11.00 Uhr am Theaterplatz.

„Gegen die Schmach der Judenprogrome!“

4. November 2018

Ein bemerkenswertes Dokument deutscher Zeitgeschichte – Herausgegeben von derInternationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten

Gegen die Schmach der Judenpogrome!

Erklärung des Zentralkomitees der KPD, „Die Rote Fahne“, Jg. 1938 Nr. 7

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Veranstaltungen der VVN-BdA Heidelberg im Herbst 2018

5. Oktober 2018

Von September bis November 2018 organisiert die VVN-BdA Heidelberg eine umfangreiche Veranstaltungsreihe zu Verfolgung und Widerstand in der Region. Dabei sind wir auch in benachbarten Orten verstärkt aktiv. Neben zwei Vorträgen stehen mehrere (Stadt-)Rundgänge, eine gemeinsame Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Neckarelz sowie die jährliche Gedenkfeier am 1. November auf dem Programm.

Im Folgenden ein Überblick über alle Veranstaltungen:

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Stadtrundgang „Als die Synagogen brannten“ am 11. November

4. Oktober 2018

Am Sonntag, 11. November 2018 findet im Gedenken an die Pogromnacht ein Antifaschistischer Stadtrundgang mit Norbert Giovannini statt unter dem Titel „Als die Synagogen brannten. Novemberpogrom 1938 – Auf dem Weg in die Barbarei“. Der Rundgang, den die VVN-BdA Heidelberg im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe im Herbst 2018 organisiert, beginnt um 14.00 Uhr am Alten Synagogenplatz in der Altstadt.

80 Jahre nach der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 suchen wir in diesem Rundgang Stationen der Pogromnacht selbst, des jüdischen Lebens in Heidelberg, von NS-Partei und Stadtverwaltung, dem Verfolgungsgeschehen von 1933 bis 1945 und den Schicksalen der Verfolgten auf.

Verantwortliche und AkteurInnen werden benannt, das Pogrom historisch beleuchtet und in Vor- und Nachgeschichte der NS-Epoche vor Ort eingebettet. Hinweise gelten auch den Ereignissen in Stadtteilen, Vororten und der Region.

Gedenkveranstaltung auf dem Bergfriedhof am 1. November

3. Oktober 2018

Seit vielen Jahrzehnten findet am 1. November 2018 die traditionelle Gedenkveranstaltung auf dem Heidelberger Bergfriedhof statt, bei der mit Reden und musikalischen Beiträgen der vom NS-Regime ermordeten AntifaschistInnen aus Heidelberg und der Region gedacht wird. Für dieses Jahr konnten wir als Hauptrednerin Ilona Lagrene vom Vorstand des Verbands Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Rheinland-Pfalz gewinnen. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Mannheimer Chor GEgenwehr (früher: Alstom-Chor).

Die Gedenkveranstaltung am 1. November 2018 auf dem Bergfriedhof, die wie jedes Jahr von der VVN-BdA Heidelberg in Kooperation mit dem DGB organisiert wird, beginnt um 14 Uhr. Treffpunkt ist bereits um 13.45 Uhr am Krematorium, um dann pünktlich gemeinsam zum Denkmal zu gehen.

Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Neckarelz am 14. Oktober

3. Oktober 2018

Am Sonntag, 14. Oktober findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe der VVN-BdA Heidelberg im Herbst 2018 eine gemeinsame Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Neckarelz statt. Treffpunkt für die gemeinsame Anreise von Heidelberg aus ist um 12.10 Uhr am Hauptbahnhof Heidelberg (an der Anzeigentafel); von dort aus fahren wir mit der S-Bahn nach Mosbach-Neckarelz. In der Gedenkstätte beginnt die für uns organisierte Führung durch die Räumlichkeiten um 14 Uhr.

Von Anfang 1944 bis 1945 bildeten die so genannten Neckarlager, darunter das KZ Neckarelz, eine Außenstelle des KZ Natzweiler-Struthof. Mehrere Tausend KZ-Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen wurden an den Neckar gebracht, um unterirdische Stollen für die „kriegswichtige Produktion“ bei Obrigheim anzulegen. Dort sollten Flugzeugmotoren für Daimler-Benz montiert werden. Dazu wurde eigens eine Tarnfirma, die Goldfisch GmbH erfunden. Wegen des Vorrückens amerikanischer Truppen wurden Ende März 1945 rund 4000 KZ-Häftlinge auf einen Todesmarsch geschickt. Rund 700 Gefangene überlebten die Strapazen und Schikanen nicht.

 

Antirassistische Demo in Karlsruhe am 13. Oktober

3. Oktober 2018

Für 13. Oktober 2018 ist in Karlsruhe eine landesweite Demonstration unter dem Motto „Asylrecht verteidigen!“ geplant, die vom Antirassistischen Netzwerk Baden-Württemberg organisiert wird. Der Aufruf ist unter http://stop-deportation.de/aufruf-landesweite-demonstration-am-13-oktober-2018-in-karlsruhe/ veröffentlicht.

Doch auch jetzt schon gilt es, gegen rassistische Hetze und die Abschottungspolitik der „Festung Europa“ aktiv zu werden: am Samstag, 7.7. findet in Heidelberg die antirassistische Demonstration „Seebrücke – Schafft sichere Häfen“ statt; Beginn ist um 14 Uhr am Uniplatz Heidelberg.

Vortrag „Verfolgung der Sinti im Kraichgau“ am 2. Oktober

1. September 2018

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der VVN-BdA Heidelberg im Herbst 2018 organisieren wir gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma den Vortrag „Verfolgung der Sinti zwischen Kraichgau, Neckartal-Odenwald und Bauland“ mit Autor Arno Huth. Der Vortrag am Dienstag, 2. Oktober 2018 beginnt um 20.00 Uhr im Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma (Bremeneckgasse 2, HD-Altstadt).

Im ländlichen Raum waren Sinti schon seit Jahrhunderten unterwegs. Zahlreiche Maßnahmen „zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens“ erschwerten ihnen jedoch die Ausübung ihrer Wanderberufe. Während das Land Baden ihre Ansiedlung anstrebte, versuchten die Bevölkerung und Ortsbehörden dies zu verhindern. Im Nationalsozialismus verschärfte sich die Verfolgung der Sinti: zu lokalen sozialrassistischen Maßnahmen kam ausgehend von der Reichsebene ein biologistischer Rassismus hinzu, der im Völkermord gipfelte. Vor 75 Jahren (1943/44) wurden mindestens 116 Sinti – Männer und Frauen, Säuglinge, Kinder und Alte – aus den Altkreisen Sinsheim, Mosbach und Buchen ins „Zigeunerlager Auschwitz“ deportiert; nur wenige überlebten.

Arno Huth (KZ-Gedenkstätte Neckarelz) wird anhand seiner Dokumentation über die örtliche Verfolgung und Deportation der Sinti berichten.

Veranstaltet von: VVN-BdA Kreisvereinigung Heidelberg und Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

(siehe auch http://www.sintiundroma.de/zentrum/veranstaltungen/veranstaltungsdetails/termin/2018/10/02/event/tx_cal_phpicalendar/verfolgung-der-sinti-zwischen-kraichgau-neckartal-odenwald-und-bauland.html)

Stadtrundgang „Walldorf im Nationalsozialismus“ am 28. September

1. September 2018

Am Freitag, 28. September findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe der VVN-BdA Heidelberg im Herbst 2018 der Stadtrundgang „Walldorf im Nationalsozialismus – Gleichschaltung, Verfolgung, Widerstand“ statt. Treffpunkt ist um 18.00 Uhr an der Johann-Jakob-Astor-Str. 1 in Walldorf.

Der rund zweistündige Rundgang durch die Walldorfer Stadtmitte begibt sich in die Zeit nach 1933, kurz nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten. Wie organisierten die Nazis in einer kleinen, ländlich geprägten Stadt die Gleichschaltung des Alltags? Wie erfolgten Verfolgung und Ausschaltung politischer Gegner? Wie sorgten die örtlichen NSDAP-Funktionäre für ihren Machterhalt? Wie gestaltete sich der Widerstand gegen das NS-Regime? Diese Fragen wird der Referent Andy Herrmann an lokalen Beispielen beantworten.

Treffpunkt: Scheune Hillesheim, Johann-Jakob-Astor-Straße 1 (neben der Evangelischen Stadtkirche)

Veranstaltet von: Vereinigung Walldorfer Heimatfreunde 1965 e.V. und VVN-BdA Kreisvereinigung Heidelberg

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