Antifa-Stadtrundgang „Heidelberg im Nationalsozialismus“ am 28. Juli 2020

5. Juli 2020

Der Antifaschistische Stadtrundgang „Heidelberg im Nationalsozialismus – Verfolgung und Widerstand“, der seit vielen Jahren von der VVN-BdA in Kooperation mit der AIHD/iL organisiert wird, führt durch die Heidelberger Altstadt. Er bietet einen Überblick über den Nationalsozialismus in Heidelberg von seinem frühen Erstarken in der Weimarer Republik bis hin zur Befreiung und verweist auch auf die Nachwirkungen in der frühen BRD. An verschiedenen historischen Orten wird an TäterInnen und Opfer erinnert, aber auch an Menschen, die es gewagt haben, Widerstand zu leisten.

WICHTIG! Da wir auf Grund der zur Zeit gültigen Corona-Bestimmungen die TeilnehmerInnenzahl auf 20 Personen beschränken müssen, ist eine Teilnahme nur mit Voranmeldung möglich. Ebenso gilt die Beachtung der aktuell geltenden Regeln.

Anmeldung unter heidelberg[at]vvn-bda.de

Sollten sich mehr TeilnehmerInnen melden, werden wir uns schnellstmöglichst um einen weiteren Termin bemühen.

Rede der VVN-BdA Heidelberg am 4. Juli 2020 in Kandel

4. Juli 2020

Am 4. Juli 2020 versammelten sich viele AntifaschistInnen aus der Region in Kandel, um dem erneuten Aufmarsch des rechten „Frauenbündnisses“ entgegenzutreten und ein klares und lautstarkes Zeichen gegen faschistische und rassistische Hetze zu setzen. Vor Ort waren auch Mitglieder der VVN-BdA aus verschiedenen Städten, und als Kreisvereinigung Heidelberg hielten wir den folgenden Redebeitrag:

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

ich freue mich sehr, dass ich bei der heutigen Kundgebung für die VVN-BdA Heidelberg sprechen darf. Wir als Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen beobachten mit größtem Entsetzen, wie seit Jahren rechte Kräfte erstarken, wie Aufmärsche wie die des so genannten Frauenbündnisses zum Alltag gehören, wie faschistisches Gedankengut gesellschaftsfähig wird und wie Nazistrukturen dieses menschenverachtende Weltbild mörderisch in die Tat umsetzen.

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Rassismus an der Wurzel packen: Gegen den Nazi-Aufmarsch in Kandel am 4. Juli

1. Juli 2020

Gegen die Naziumtriebe am 4. Juli 2020 ruft das Bündnis Kandel gegen Rechts zu einer antifaschistischen Kundgebung  auf, an der wir uns beteiligen werden. Im Aufruf zu der Aktion, die um 13 Uhr am Parkplatz Im Stadtkern in Kandel beginnt, heißt es:

Über ein Jahr ist es inzwischen her, dass das faschistoide sogenannte „Frauenbündnis Kandel“ in Kandel demonstriert hat. Nachdem es ihnen nicht gelungen ist, in Landau, Wörth, Jockgrim oder Herxheim Fuß zu fassen, die Teilnehmerzahlen immer weiter gesunken sind und sich das Bündnis intern zerstritten hat, will es jetzt zurück zu seinen Anfängen. In der Hoffnung, wieder mehr AnhängerInnen zu gewinnen, soll also im Juli wieder in Kandel demonstriert werden.

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Den Corona-VerschwörungstheoretikerInnen in Walldorf entgegentreten!

14. Juni 2020

Seit mehreren Wochen treffen sich in Walldorf immer montags VerschwörungsideologInnen, WissenschaftsleugnerInnen, ImpfgegnerInnen, Esoterik-Freaks und AfD-AnhängerInnen zu so genannten Montagsspaziergängen – angeblich, um gegen die Einschränkungen demokratischer Grundrechte im Zuge der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie zu protestieren.
Auf den „Montagsspaziergängen“ und in der dazugehörigen Telegram-Gruppe werden populistische, wissenschaftsleugnerische, verschwörungstheoretische, teils antisemitische und rassistische sowie sozialdarwinistische Inhalte verbreitet.
Wir rufen dazu auf, unter Beachtung der notwendigen Abstandsregeln gegen die „Montagsspaziergänge“ Postition zu beziehen und dagegen zu protestieren. Wir dürfen den VerschwörungsideologInnen und rechten DemagogInnen nicht die Straßen und Plätze überlassen.

Kommt zur Kundgebung am Montag, 15. Juni 2020, 18.45 Uhr, „Drehscheibe“ (Bahnhofstraße 1), Walldorf!

Bitte haltet die aktuell angesagten Abstands- und Hygieneregeln ein. Bringt eure Mund-Nase-Maske mit.

Im Folgenden der Aufruf der VVN-BdA zu den Gegenprotesten:

Solidarisch durch die Corona-Krise! Gegen Wissenschaftsleugung, Verschwörungsideologie und Fake News!

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Antirassistische Kundgebungen am 13. und 16. Juni 2020

10. Juni 2020

In Heidelberg stehen für die kommenden Tage gleich zwei antirassistische Aktionen an: am Samstag, 13. Juni 2020 findet um 14 Uhr eine BlackLivesMatter-Kundgebung auf der Neckarwiese statt, um insbesondere gegen rassistische Polizeigewalt zu protestieren.

Einen aktuellen lokalen Anlass greift die Kundgebung „Heidelberg zeigt Kante: Lager auflösen – Wolfsgärten verhindern – Rassismus bekämpfen!“ am Dienstag, 16. Juni 2020 auf, die zum einen die menschenverachtende und lebensbedrohliche Situation in den Geflüchtetenlagern thematisiert und zum anderen ein klares Zeichen gegen die geplante Verlegung des Heidelberger Ankunftszentrums in die Wolfsgärten setzen will. Wir als VVN-BdA Heidelberg unterstützen den Aufruf zu dieser Aktion:

Heidelberg zeigt Kante: Lager auflösen – Wolfsgärten verhindern – Rassismus bekämpfen!!!

Von Moria nach Calais – vom Mittelmeer bis nach Heidelberg – wir stellen grenzenlose Solidarität gegen menschenverachtenden Rassismus. Wir fordern die Auflösung aller überfüllten europäischen Auffanglager, in denen tausende Menschen unter unwürdigen Bedingungen ausharren müssen. Wir sehen die seit Monaten und Jahren untragbaren Zustände als handfeste Konsequenz der im Kern rassistischen Migrationspolitik der EU-Staaten an. Die geflüchteten Menschen auf Lesbos und anderswo müssen evakuiert und sicher und menschenwürdig untergebracht werden – zur Not auch im Rahmen eines humanitären Alleinganges einzelner Staaten oder Bundesländer. Möchte dieses Europa je wieder von Menschenrechten sprechen, muss es jetzt aktiv werden, statt auf die Unwilligkeit der jeweils anderen europäischen Partner zu verweisen oder fadenscheinige Symbolhandlungen vorzuschieben! Wir wollen ebenfalls unmittelbar hier bei uns vor Ort ein Zeichen setzen gegen jedweden unterschwelligen institutionalisierten Rassismus, indem wir gegen die Verlegung des Heidelberger Ankunftszentrums in die Wolfsgärten streiten. Ein klares Nein zu voranschreitender Ghettoisierung geflüchteter Menschen! Zwei Tage vor der Gemeinderatssitzung zu den Wolfsgärten wollen wir klare Kante zeigen für ein offenes, ein solidarisches, ein menschliches Heidelberg!

Dienstag, 16.06.2020, 18 Uhr am Universitätsplatz Heidelberg

Seid mit uns gemeinsam am Start – seid laut – seid grenzenlos solidarisch!!!

Bitte respektiert die coronabedingten Auflagen – haltet einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern ein und tragt auf der Kundgebung stets eine Mund- und Nasenbedeckung.

BlockTddZ: Gegen den „Tag der deutschen Zukunft“ am 6. Juni

30. Mai 2020

Auch wir als VVN-BdA Heidelberg rufen dazu auf, dem Naziaufmarsch „Tag der deutschen Zukunft“ am 6. Juni 2020 in Worms entgegenzutreten. Viele Materialien und Informationen zu den Gegenprotesten sind auf der Seite blocktddzworms.de zu finden.

Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf des Bündnisses:

Am 06.06.2020 wollen Neonazis um die NPD und Die Rechte den sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ) in Worms durchführen. Der TddZ ist ein seit 2009 jährlich stattfindender Aufmarsch der rechtsradikalen Szene in Deutschland. Nach vielen Jahren faschistischer und antisemitischer Hetze wird Worms voraussichtlich die letzte Station sein.

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VVN-Film „Heidelberg im Nationalsozialismus“ (1993) online

13. Mai 2020

Im Jahr 1993 produzierte die VVN-BdA Heidelberg in Zusammenarbeit mit der Mediengruppe Schrägspur den Film „Heidelberg im Nationalsozialismus – Verfolgung und Widerstand“. Zahlreiche inzwischen verstorbene ZeitzeugInnen – WiderstandskämpferInnen ebenso wie Angehörige verschiedener Verfolgtengruppen – kommen hier zu Wort und berichten über den NS-Terror, aber auch von mutigen AntifaschistInnen, die sich ihm entgegenstellten. Aufgrund des großen Interesses an dem Film waren in diesem Jahr mehrere Vorführungen geplant, die nun ausfallen müssen. Jetzt ist der Film frei verfügbar auf unserem Youtube-Kanal.

Video der 8. Mai-Veranstaltung der VVN-BdA Mannheim

12. Mai 2020

Den Tag der Befreiung beging die VVN-BdA Mannheim – in Zusammenarbeit mit verschiedenen befreundeten Gruppen und Organisationen, darunter auch uns – auch in diesem Jahr wieder mit einer Feierstunde. Diesmal musste die Veranstaltung online stattfinden und konnte mit der Unterstützung von Kommunalinfo Mannheim als Livestream mitverfolgt werden. Für alle, die es nicht live angesehen haben, gibt es das Video, bei dem auch wir mit einem Grußwort vertreten sind, auf dem Youtube-Kanal des Kommunalinfo.

Video der VVN-BdA Heidelberg zum 75. Jahrestag der Befreiung

8. Mai 2020

Viele der Veranstaltungen, die zum 75. Jahrestag der Befreiung geplant waren, konnten nicht stattfinden, weshalb auch wir als VVN-BdA Heidelberg auf virtuelle Aktivitäten zurückgreifen mussten. Im Vorfeld des 8. Mai haben wir einige Biografien und Erinnerungen von Heidelberger WiderstandskämpferInnen aus den letzten Jahren vor der Befreiung veröffentlicht sowie auf facebook eine Reihe von Fotos von Gedenkorten im Stadtgebiet und in benachbarten Gemeinden. Heute zum Tag der Befreiung selbst haben wir ein Video online gestellt, das an verschiedenen Gedenkstätten an Verfolgung und Widerstand in der Region erinnert. Das Video gibt es hier.

Widerstand gegen den Faschismus und Neubeginn nach der Befreiung: Sophie Berlinghof

7. Mai 2020

Die in Handschuhsheim geborene Sophie Berlinghof (1910-2002) war aktives Mitglied der Roten Studentengruppe an der Universität Heidelberg sowie des Kommunistischen Jugendverbands. Wegen ihrer politischen Tätigkeit wurde sie im Frühsommer 1933 in der lokalen NS-Presse öffentlich diffamiert und wenig später von der Universität relegiert. Im August 1933 verschleppten die Nazis Sophie Berlinghof nach einem konspirativen kommunistischen Treffen für zwei Wochen in „Schutzhaft“ in das Heidelberger Gefängnis am Faulen Pelz.

Direkt nach ihrer Entlassung schloss sie sich wieder KPD-Widerstandsgruppen an und erlebte die Verhaftung vieler enger GenossInnen, blieb aber selbst von weiteren schweren Repressionsschlägen verschont.

Nach der Befreiung beteiligte sie sich an der Neugründung der KPD und dem Aufbau der VVN. Als Gemeinderätin musste Sophie Berlinghof 1956 das erneute Verbot der KPD und die damit verbundenen Repressalien erleben. Als Vorstandsmitglied und Sprecherin war sie noch bis in die 1990er Jahre Herz und Gesicht der VVN-BdA Heidelberg und gab durch zahllose antifaschistische Stadtrundgänge und Zeitzeuginnengespräche ihr Wissen an spätere Generationen weiter.

Über die Befreiung und den Neubeginn 1945 berichtet Sophie Berlinghof in einem unveröffentlichten Interview, das im Stadtarchiv Wiesloch liegt:

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