2023 jährt sich der Beginn der NS-Terrorherrschaft zum 90. Mal. Anlässlich des Jahrestags veranstalten wir am 31. Januar 2023 in Kooperation mit der AIHD/iL den Vortrag „90 Jahre Machtübergabe an die Nazis: Was der 30. Januar 1933 bedeutete und wie sich die so genannte Machtergreifung in Heidelberg und der Region abspielte“. Beginn ist um 19.30 Uhr im großen Saal der Volkshochschule Heidelberg (Bergheimer Str. 76).
Als Präsident Paul von Hindenburg am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte, bedeutete das reichsweit den Beginn der zwölfjährigen NS-Terrorherrschaft. Innerhalb weniger Tage besetzten die Nazis alle politischen Schlüsselfunktionen und raubten dem antifaschistischen Widerstand die legalen Betätigungsmöglichkeiten. Dabei lassen sich aber regionale und lokale Unterschiede feststellen, die von der Kooperationsbereitschaft der Landesregierungen und von den politischen und gesellschaftlichen Vorbedingungen in den einzelnen Städten und Gemeinden abhingen. Zwei ReferentInnen der VVN-BdA Heidelberg werfen einen Blick auf die spezifische Entwicklung, die der Beginn der Nazi-Herrschaft, der antifaschistische Protest unmittelbar nach der Machtübergabe und der frühe NS-Terror gegen Oppositionelle in Heidelberg und den umliegenden Orten genommen haben.


Wie jedes Jahr am 1. November rufen wir zusammen mit dem DGB Heidelberg Rhein-Neckar zum Gedenken am Mahnmal für die von den Nazis ermordeten WiderstandskämpferInnen auf dem Bergfriedhof auf. Mit Redebeiträgen und musikalischer Umrahmung erinnern wir an diese mutigen AntifaschistInnen und an alle anderen Menschen, die von den Nazis verfolgt wurden, weil sie nicht in deren Weltbild passten.
Die VVN-BdA kann 2022 einen runden Jahrestag feiern, und auch wir als Kreisvereinigung Heidelberg organisieren eine Veranstaltung: Zum 75-jährigen Bestehen findet am Samstag, 1. Oktober 2022 ein antifaschistischer Kongress der VVN-BdA Heidelberg statt. Beginn ist um 13 Uhr im Forum am Park (Poststraße 11, 69115 Heidelberg)
Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!
Im August 1932 hatte die jahrelange Hetzkampagne Erfolg, die von völkischen und NS-faschistischen Studierenden und Organisationen betrieben worden war: Dem Heidelberger Mathematikprofessor Emil Julius Gumbel (1891–1966) wurde die Lehrberechtigung entzogen. Als Jude, Sozialist und entschiedener Kriegsgegner hatte er schon früh den geballten Hass nationalistischer und antisemitischer Kreise auf sich gezogen.
Am 11. Juni 2022 erinnert ein breites Bündnis im Mannheimer Naturfreundehaus (Zum Herrenried 18, Mannheim) mit einer Veranstaltung an die tagelangen pogromartigen Ausschreitungen gegen Geflüchtete in Mannheim-Schönau Ende Mai 1992. Nach verschiedenen Workshops zu antirassistischer Praxis ab 14 Uhr findet ab 19 Uhr eine Diskussionsveranstaltung mit Zeitzeug*innen unter dem Titel „Mannheim Schönau nicht vergessen“ statt.
Am 8. Mai 2022 dürfen wir eine elsässische Delegation der CGT zu einer antifaschistischen Gedenkkundgebung auf dem Bergfriedhof in Heidelberg begrüßen, um am Grab der Mitglieder der Widerstandsgruppe um Georges Wodli an die mutigen Aktivisten zu erinnern. Beginn der Veranstaltung, die wir zusammen mit der CGT Grand-Est, dem DGB Südhessen und DGB Nordbaden organisieren, ist um 11.00 Uhr an der Gedenkstätte.
Als VVN-BdA Heidelberg beteiligen wir uns an den Aktionen rund um den 1. Mai:




